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Martin Dornis

Vorübung zu einer Kunst des Sterbens

Was sich von Mahlers Knochenflöte über die Versöhnung von Musik und Sprache lernen lässt

36,00 €
Einband
Softcover
Format
12,50 × 20,50 cm
Umfang
270 Seiten
Erscheinungstermin
29.11.2021
ISBN
978-3-86674-815-6
Status
lieferbar
Bezug
Wird auf Bestellung gedruckt
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 28,99 € ISBN 978-3-86674-915-3
ePub 28,99 € ISBN 978-3-86674-916-0

Musik lässt erscheinen, was ein gelungenes Leben wäre, indem sie dem Tod seine eigene Melodie vorspielt.

Zeitlebens hat Gustav Mahler mit der Thematik des Todes gerungen. Immer wieder behandelte er sie musikalisch auf neue Weise. Martin Dornis untersucht Mahlers Symphonien in seiner Studie als Vorübungen zu einer Kunst des Sterbens.
Philosophie und Musik lehren das Sterben auf gegensätzliche, aber je ungenügende Weise, sprachlich einerseits, musikalisch andererseits. In Mahlers Musik wird hingegen künstlerisch greifbar, wie eine wirkliche Kunst des Sterbens klingen könnte. Sie wäre eine, die die Menschen lehren könnte, mit der Todesgewissheit umzugehen. Zugleich zeigt sie jedoch, dass Musik letztlich nicht in der Lage ist, dem Tod Einhalt zu gebieten. Stattdessen verweist sie auf den ewigen Augenblick des Augustinus: Sie zeigt, was erfüllte Zeit wäre und worin ein singend-sprechendes und sprechend-singendes Leben trotz des Todes und in dessen Angesicht bestünde.

Vita

Martin Dornis

Martin Dornis, geboren 1974, studierte Erziehungswissenschaften, Psychologie und Philosophie sowie Wirtschaftswissenschaften. Der Autor lebt in Leipzig und arbeitet über materialistische Ästhetik, Gesellschafts-, Religions- und Ideologiekritik. Sein Buch über Mahlers Sinfonien ist eine überarbeitete Version seiner Dissertation.