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Hans Ulrich Gumbrecht

Provinz

Von Orten des Denkens und der Leidenschaft

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

24,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
224 Seiten
Erscheinungstermin
27.09.2021
ISBN
978-3-86674-814-9
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 19,99 € ISBN 978-3-86674-932-0
PDF 19,99 € ISBN 978-3-86674-933-7

Provinz beherbergt nicht nur Langeweile und Stumpfsinn, sondern auch viele der besten Universitäten der Welt sowie die Zentralen des Tech-Kapitalismus. Sie kann Nährboden für Konzentration und Leidenschaft sein.

Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen. Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben.
Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet – man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg. Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt.
Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Vita

Foto Hans Ulrich Gumbrecht

Hans Ulrich Gumbrecht

Hans Ulrich Gumbrecht, geboren 1948, studierte Romanistik, Germanistik, Philosophie und Soziologie. Er lehrte an den Universitäten Konstanz, Bochum und Siegen. Von 1989 bis 2020 war er »Albert Guérard Professor in Literature« an der Stanford University. Im zu Klampen Verlag erschienen »Digital_Pausen« (2015) und »Provinz« (2021).

Pressestimmen

Gumbrecht nimmt den Leser mit auf die Reise in die Provinz, um sie mit ihm gemeinsam zu ergründen – es sind spannende Reisen, interessante, von viel Wissen durchtränkte Reisen.

Tobias Bruns, Philosophenstreik.de, 01.04.2022

Gumbrecht gibt in seinem Essay einen überzeugenden Blick auf das historische Neben- und Miteinander von Metropolen und Provinz und das heutige von Megapolis und Peripherie.

Udo Knapp, taz Futurzwei, 01.03.2022

eine Hommage an das Ruhrgebiet, eine amüsante Charakteristik des sogenannten ›Rollkoffer-Berliners‹, eine Analyse von Spitzweg als dem idyllischen Lieblingsmaler der Deutschen, eine Apologie Heideggers als großem Denker

Jochen Schimmang, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2021

Dass Provinz auch Orte kultureller und intellektueller Verdichtung sein können, beweist Gumbrechts gedanklicher Streifzug durch verschiedene deutsche und internationale ›provinzielle‹ Städte.

Amelie Bürger, ekz Bibliotheksservice, 01.11.2021

Gumbrecht streift (…) in Gedanken durch die deutsche und die internationale Provinz und rettet ihren Ruf.

RND, 01.10.2021
1 weitere Pressestimme Weitere Pressestimme ausblenden

Intellektuell anregende(r) Essay (…), sehr erfrischend und bisweilen überraschend

Sebastian Fasthuber, FALTER, Nr. 42/2021

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