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Martin Scherer

Hingabe

Versuch über die Verschwendung

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

16,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
104 Seiten
Erscheinungstermin
25.01.2021
ISBN
978-3-86674-636-7
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 12,99 € ISBN 978-3-86674-893-4
ePub 12,99 € ISBN 978-3-86674-892-7

Im Internetzeitalter scheinen wir in einer postpassionierten Gesellschaft zu leben. Statt in das Klagen darüber einzustimmen, empfiehlt Martin Scherer ein wirksames Gegenmittel: Hingabe.

Immer wieder hören wir heute, dass Leidenschaft, Eros und Intimität im Verschwinden begriffen seien und wir in völlig entromantisierten Zeiten lebten. Der Wunsch nach unverbindlichem Matching habe die Suche nach dem Glück im und mit dem Anderen verdrängt.
Martin Scherer lässt sich von solchen Befunden nicht beeindrucken. Stattdessen sucht er nach einem Gegengewicht zur Beliebigkeit unseres spätmodernen Zeitgeistes. Ein fast schon in Vergessenheit geratener Begriff, der für pure Anti-Ökonomie steht, soll ihn dabei leiten: Hingabe.
Im Zustand der Hingabe verwandelt der Mensch sich in einen Liebhaber, der sich in einem Anderen verliert, um sich zugleich im bedingungslosen Erleben zurückzugewinnen. Auch wenn wir hier meist vor allem an Erotik denken, lässt sich Hingabe als tätige Verschwendung von Aufmerksamkeit, Zeit und Energie auch anderswo finden. Kunst und Wissenschaft etwa, aber auch die Sammelleidenschaft sind Paradebeispiele dafür. Es bedarf nur dieser einen paradoxen Stärke: für etwas schwach werden zu können.

Vita

Foto Martin Scherer

Martin Scherer

Martin Scherer, geboren 1966, studierte Philosophie, Psychologie und Alte Geschichte. Nach langjähriger Tätigkeit als Kulturredakteur, Lektor und Verlagsleiter gründete er 2024 in München das Büro für Beredsamkeit. Im zu Klampen Verlag sind von ihm erschienen: »Hingabe. Versuch über die Verschwendung« (2021) und »Takt. Über Nähe und Distanz im menschlichen Umgang« (2024), das für den Tractatus-Preis für philosophische Essayistik nominiert war.

Pressestimmen

Martin Scherers Essay bringt reichen Ertrag.

Christoph Benke, Erbe und Auftrag, 01.02.2025

ein Meisterwerk, gedanklich dicht, glänzend geschrieben (…). Scherers Essay ist nicht nur gut, er ist überragend. Es ist ein Text, dem man sich hingeben möchte.

Edwin Baumgartner, Wiener Zeitung, 01.06.2022

Scherer entlockt diesem oft unachtsam hingesagten Begriff ganz neue Tiefen.

Johannes Groß, lehrerbibliothek.de, 01.05.2021

Scherers hinreißender kleiner Essay ist (…) eine stilistisch brillant hingetupfte Erinnerung daran, dass es andere mögliche Lebensentscheidungen gibt als die vernünftigen.

Catherine Newmark, Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 01.03.2021

Ein anregende(r), gut lesbare(r) Text

Kirstin Breitenfellner, FALTER, 01.03.2021
2 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Scherer (…) zeigt in seinem zitatreichen Text: Schwung und Bildung sind das perfekte Tanzpaar.

Barbara Weitzel, Welt am Sonntag, 01.02.2021

Aus einer Schwäche kann eine Stärke werden. Gut, dass Martin Scherer uns mit diesem wunderbaren Buch darauf hinweist.

Chrismon, Nr. 5, 01.01.2021

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