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Alexander Grau

Kulturpessimismus

Ein Plädoyer

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

20,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
160 Seiten
Erscheinungstermin
22.10.2018
ISBN
978-3-86674-582-7
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 16,99 € ISBN 978-3-86674-725-8

Die Gefahr, die westlichen Gesellschaften gegenwärtig droht, besteht in der bedingungslosen Affirmation des Vorhandenen.

Autoritär, antidemokratisch, ewiggestrig: Das sind die Attribute, die dem Kulturpessimismus heute angeheftet werden. In einer Welt der globalisierten Moderne gelten seine Vertreter bestenfalls als Spielverderber. Dass eine kulturpessimistische Haltung auf kritischer Analyse beruht, war zwar noch in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts für jeden etwa an Adorno geschulten Geist eine Selbstverständlichkeit. Heute aber schließen die Wortführer des Zeitgeists nahezu alles, was sich als »Kultur« ausgibt, unterschiedslos in die Arme und erheben auch das Trivialste zum schützenswerten Gut. Wenn jede kulturelle Äußerung als sakrosankt gilt, ist Kulturkritik passé. Weil sich unsere Gesellschaft von jeder ernsthaften Form der Kulturkritik verabschiedet hat, begrüßt sie ihren eigenen kulturellen Niedergang als Fortschritt. Doch eine Kultur, die sich nicht mehr selbstverständlich als behauptenswert betrachtet, droht sich aufzugeben. In unserem Falle bedeutet dies, hinter die Ideale der Aufklärung – Freiheit, wissenschaftliche Rationalität und Individualismus – zurückzufallen. Alexander Grau versucht, Kulturpessimismus unter den Bedingungen globalisierter Wohlstandsgesellschaften als Geisteshaltung zu rehabilitieren, frei von raunender Geschichtsmetaphysik und nostalgischer Verklärung.

Vita

Alexander Grau

Alexander Grau, geboren 1968, studierte an der FU Berlin Philosophie und Linguistik. Seit 2003 arbeitet er als freier Publizist, Kultur- und Wissenschaftsjournalist und veröffentlicht zu Themen der Kultur- und Ideengeschichte. Bei zu Klampen sind von ihm erschienen: »Kulturpessimismus. Ein Plädoyer« (2018) und »Entfremdet. Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle« (2022).

Pressestimmen

Insgesamt ist Graus Plädoyer aber aufgrund seines Gedankenreichtums sehr anregend und zum größten Teil gut lesbar.

Holger Moos, Buchblog Rosinenpicker, goethe.de, 01.02.2019

Der Autor hilft, eine Welt zu verstehen, der die gemeinsame Sprache abhandenkommt.

Janina Fleischer, Hannoversche Allgemeine Zeitung, Beilage "Sonntag", 01.01.2019

Ein kluges Buch. (…) Alexander Grau legt mit ›Kulturpessimismus‹ (…) eine kühle Diagnose vor, grundiert von ein bisschen Wehmut, jedoch ohne Sentimentalität.

Wolfgang M. Schmitt, Rhein-Zeitung, 01.01.2019

Den anregenden Essay lese, wer wissen will, warum der Kulturpessimismus weiterhin auf verlorenem Posten steht.

Iris Radisch, DIE ZEIT, 01.12.2018

Alexander Grau versucht, Kulturpessimismus unter den Bedingungen globalisierter Wohlstandsgesellschaften zu rehabilitieren, frei von Geschichtsmetaphysik und nostalgischer Verklärung.

Stadtkind Hannover, Nr. 12, 01.01.2018

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