Frauen in der westlichen Welt haben seit circa zweihundert Jahren Veränderungen angestoßen, erst schleppend und mit Rückschlägen, dann schleunig und mit Rückschlägen, schließlich seit den 1970er-Jahren furios und ohne nennenswerte Rückschläge. Das ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte und: Es ist viel mehr – als nur Gleichheit. Denn die Frage ist, ob die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, so falsch bewertet sie in der Vergangenheit auch waren, verschwinden, wenn die Gleichberechtigung überall siegt.
Barbara Sichtermann zeigt auf, was sich durch die Emanzipation im Laufe der Jahre verändert hat, und lässt dabei auch die Probleme nicht aus, die durch die neuartige Konkurrenz der Geschlechter entstehen. Außerdem sucht sie die Gründe für die Einsicht: Es kann ewig dauern, bis die Freiheit der Frauen verwirklicht ist, und die Furcht: Es geht vielleicht einfach nicht mehr weiter oder sogar zurück. Was wäre dagegen zu tun?
Vita
Barbara Sichtermann
Barbara Sichtermann, Jahrgang 1943, ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie studierte Volkswirtschaft in Berlin und arbeitet seit 1978 als freie Autorin. Sie schrieb dreißig Bücher und erhielt verschiedene Preise, u. a. den Jean-Améry-Preis für Essayistik. Ihre Themen: Leben mit Kindern, Frauenpolitik und -bewegung, Medien, die Rebellion von 1968. Bekannt wurde sie als Fernsehkritikerin der »Zeit«. Zuletzt erschien von ihr: »Das ist unser Haus. Eine Geschichte der Hausbesetzung«, zusammen mit Kai Sichtermann.
Pressestimmen
Sichtermann konnte überzeugend deutlich machen, dass (…) auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in diesem in der Menschheitsgeschichte einzigartigen Prozess noch ein erheblicher Weg zu gehen sein wird.
Die Autorin, eine der wichtigsten Intellektuellen der Frauenbewegung, ist überzeugt, dass es nicht ausreicht, nach Gleichheit zu streben, wenn wir weibliche Freiheit in den Blick nehmen.
Sichtermann lässt auch die Probleme nicht aus, die durch die neuartige Konkurrenz der Geschlechter entstehen.
Sichtermann glänzt mit ihrem Wissen über die Geschichte der Frauenbewegung, die sie souverän einzuordnen weiß.
Sichtermann versucht die Verschiedenheit der Geschlechter wieder zum Thema machen, statt diese zu nivellieren. Die Anerkennung des individuellen Charakters der Geschlechter sieht Sichtermann als eine der wichtigsten Herausforderungen für die neue Frauenbewegung.
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Ein sehr spannendes Buch, das zum Nachdenken und Kritisieren anregt.
Sichtermann kommt dabei auf sehr interessante Gedanken.