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Egon Flaig

Die Niederlage der politischen Vernunft

Wie wir die Errungenschaften der Aufklärung verspielen

32,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
416 Seiten
Erscheinungstermin
24.02.2017
ISBN
978-3-86674-535-3
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 25,99 € ISBN 978-3-86674-647-3

Dass menschenrechtliche Prinzipien universal sein sollen, ist ein Gebot der Vernunft, das uns die Aufklärung auferlegt hat. Indes, wie sind die Erfordernisse dieses Universalismus zu erfüllen in der jeweiligen konkreten Weltlage? Das vermag uns nur eine politische Vernunft zu sagen, welche sich – anders als Kants praktische Vernunft – in Zeithorizonten bewegt. Aber eben diese Vernunft verliert heute rasch Terrain an antiuniversalistische Theorien, die kulturelle Sonderrechte propagieren und verfälschte Vergangenheiten produzieren. Dabei gerät die gute Gesinnung zum Maßstab des Handelns und die Entrüstung zum Mittel geistiger Auseinandersetzung.

Um zu ermessen, was hierbei auf dem Spiel steht, verlangt Egon Flaig geistesgeschichtliche Rückbesinnung. Er fragt zum einen, welche Diskurse eine antiuniversalistische Einstellung legitimiert und vorangetrieben haben; und er erörtert zum anderen, weshalb die politische Vernunft auf historische Verankerung angewiesen ist. Denn allein aus einem kulturellen Gedächtnis heraus, das sich der Aufklärung verpflichtet weiß, gewinnen wir die Orientierung für politisches Handeln im Geiste eines emanzipatorischen Universalsmus.

Vita

Egon Flaig

Egon Flaig, Jahrgang 1949, lebt in Berlin und lehrt in Rostock, wo er die Professur für Alte Geschichte innehat. Nach Abschluss des Studiums der Geschichte, Romanistik und Philosophie promovierte er 1984 in Berlin. Er lehrte als Privatdozent in Freiburg und Göttingen und arbeitete am Göttinger Max-Planck-Institut für Geschichte. Gastprofessuren führten ihn ans Collège de France, an die Sorbonne, Paris I und die Universität Konstanz. 1996 wurde ihm der Hans-Reimer- Preis der Aby-Warburg Stiftung verliehen. U. a. von ihm erschienen: »Weltgeschichte der Sklaverei« (2009) und »Die Mehrheitsentscheidung. Entstehung und kulturelle Dynamik«. Bei zu Klampen veröffentlichte er »Gegen den Strom« (2013) und »Die Niederlage der politischen Vernunft« (2017).

Pressestimmen

(…) höchst notwendige Verteidigung der Errungenschaften der Aufklärung.

Rolf Löchel, Literaturkritik.de, 01.06.2017

Viele Probleme mit dem allgemeinen Meinungsbrei und dem ›intellektuellen Sinkflug‹, die Flaig aufspießt, lässt man sich durchaus gern aus seiner Perspektive schildern. (…) Viele Kritiken an bekannten Meisterdenkern sind im Detail bedenkenswert.

Gesine Palmer, Deutschlandradio Kultur, 01.05.2017

Seine Argumentation im Namen der Vernunft beeindruckt durch intellektuelle Finesse und große Leidenschaft für argumentative Provokation. (…) Egon Flaig überzeugt (…) mit sprachgewaltiger Verve.

Markus Jäger, ekz Bibliotheksservice, 01.04.2017

Eine tiefgründige Zeitdiagnose. (…) Flaigs Buch ist ein außergewöhnlich profunder Beitrag zur Schärfung eines derartigen Gefahrenbewusstseins.

Friedrich Pohlmann, SWR2, 01.02.2017

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