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Manfred Koch

Faulheit

Eine schwierige Disziplin. Essays

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

22,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
158 Seiten
Erscheinungstermin
20.04.2012
ISBN
978-3-86674-169-0
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 17,99 € ISBN 978-3-86674-199-7
ePub 17,99 € ISBN 978-3-86674-200-0

Heute, da Vollbeschäftigung als Gipfel des gesellschaftlich Erstrebenswerten gilt, Umtriebigkeit und atemloses ›Am-Ball-Bleiben‹ auch nach der Arbeit angesagt sind, scheint jeder sich rechtfertigen zu müssen, der am Wochenende einfach nur Däumchen drehen möchte. Dabei galt Muße zu haben in der Antike als Ideal, und selbst das Mittelalter übte noch Nachsicht gegenüber dem antriebslosen Nichtstuer. Erst die Neuzeit brachte die entscheidende Wende: Fortschrittsglaube und Veränderungswille ließen ihn seine Unschuld verlieren, machten ihn zur parasitären Existenz. Seit einiger Zeit allerdings beginnt der Gedanke der Entschleunigung wieder an Akzeptanz zu gewinnen. Nicht nur die Oblomows der Literatur dürfen somit auf heimliche Sympathien hoffen, sondern auch derjenige, der sich der allgemeinen Geschäftigkeit verweigert. Und dennoch: Kaum je schien es angesichts allgegenwärtiger Freizeitangebote und digitaler Zerstreuungen so schwer wie heute, faul zu sein. Manfred Koch legt mit diesem Band eine unterhaltsame und kompakte Kulturgeschichte des Müßiggangs im Spiegel von mehr als zwei Jahrtausenden vor und führt seine Leser in die heikle Kunst der Faulheit ein.

Vita

Manfred Koch

Manfred Koch, Jahrgang 1955, lebt in dem Bergdorf Sent in Graubünden. Studium der Philosophie, Geschichte und Germanistik in Tübingen, wo er 1988 promovierte. 2007 wurde er an der Universität Gießen habilitiert. Er lehrt an der Universität Basel und schreibt regelmäßig für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung und verfasst Rundfunk-Essays. Von ihm sind u. a. erschienen: »Genies und ihre Geheimnisse. 100 biographische Rätsel«, Bd. 1 und 2 (mit Angelika Overath und Silvia Overath), und »Brot und Spiele. Über die Religion des Sports« (2009). Bei zu Klampen veröffentlichte er »Faulheit. Eine schwierige Disziplin« (2012).

Pressestimmen

Die einzelnen Gedankengänge regen zum Weiterdenken an als Teile eines Textes, der in seiner Themensetzung und Argumentation ernstzunehmend zeitgemäß ist.

Fabian Schambron, figurationen, Nr. 1, 01.01.2013

Kochs knapper Überblick über solche faulen Helden der Literatur ist eine schöne Zusammenstellung für die, die sich mit dem Thema vertraut machen wollen.

testcard, 01.12.2012

Die drei Todsünden mit einer Diskussion über die Faulheit eröffnet haben. (…) ein kluges Büchlein.

Dorf und Familie – Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, 01.11.2012

(…) klug und anschaulich.

Literaturblatt für Baden-Württemberg, 01.10.2012

Ein schlanker und damit umso unterhaltsamerer und kurzweiliger Essay, der (…) als geistreiche Freizeitlektüre konsumiert werden kann.

Literaturkritik.de, Nr. 10, 01.10.2012
15 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Kurzweilig beschreibt der Autor den historischen Wandel des Faulheitsbegriffs vom favorisierten Müßiggang zum Zwecke religiöser und sonstiger Vervollkommnung bis hin zur totalen gesellschaftlichen Ächtung.

Karin Klis, Freie Presse Chemnitz, 01.09.2012

Ein gescheites Buch.

Thomas Schaefer, Pony 76, 01.09.2012

(…) ein wunderbarer Essayband. (…) Elegant weist das Buch den Weg durch die Kulturgeschichte der Faulheit, sodass der Leser sich selbst faul zurücklegen kann, ohne wieselnd daran zu denken, dass man jetzt besser beim Yoga entspannen sollte.

Baseler Zeitung, 01.07.2012

Das Buch von Manfred Koch ist wunderbar erhellend.

Cordula Echterhoff, Deutschlandfunk, 01.07.2012

Eine ausgesprochen anregende Lektüre.

Veronika Seyr, FALTER, 01.07.2012

Koch erzählt (…) locker, plaudernd und mit großer Souveränität.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2012

(…) ein kluges Essay (…) eine gelungene Zusammenschau der faulen Utopien.

Hamburger Abendblatt, 01.07.2012

Ein brillanter Essay. Nur ein sehr fleißiger Mensch kann so schön und klug über die Freiheit schreiben.

Manfred Pabst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 01.07.2012

Ein kluges Essay und eine gelungene Zusammenschau der faulen Utopien.

Thomas Andre, Welt kompakt, 01.07.2012

Wer sich auf intelligente Weise mit dem Thema beschäftigen will, kommt ganz bestimmt auf seine Kosten.

Andreas Thiemann, Westfalenpost, 01.07.2012

Kochs neues Buch behandelt die großen Fragen des Burnout-Zeitalters aus historischer Perspektive.

SPIEGEL ONLINE, 01.06.2012

(…) enorm lesenswert und anregend!

Süddeutsche Zeitung, 01.06.2012

Kochs kleine Geschichte der Faulheit ist auch ein Einspruch gegen den abendländischen Aktionismus.

DIE WELT, 01.05.2012

Manfred Koch hat einen brillanten Essay verfasst.

Neue Presse Hannover, 01.05.2012

(…) ein vergnüglich und leicht zu lesender philosophischer Essay.

Peter Meisenberg, WDR 3, Mosaik

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