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Presseinformation Springe, Stand: 19.10.2026

Mathias Brodkorb

Böse Wörter

Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Verlag: zu Klampen Verlag Auflage: 1. Auflage
Sprache: Deutsch Einband: Hardcover
ISBN-13: 9783987370694 Format: 13,00 × 21,00 cm
ISBN-10: 3987370696 Umfang: 216 Seiten
Erscheinungstermin: 06.10.2026 Preis: 24,00 €
Auch lieferbar als E-Book: ePub 9783987374883, 18,99 €PDF 9783987374937, 18,99 €
Cover Böse Wörter

Gibt es Begriffe, die an sich selbst »böse« sind? Oder hängt ihr moralischer Wert am kommunikativen Kontext? Mathias Brodkorb schafft Klarheit im Dickicht unseres Kulturkampfs um die Sprache.

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen.
Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig?
In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

Über den Autor: Mathias Brodkorb

Mathias Brodkorb, Jahrgang 1977, studierte Philosophie und Altgriechisch. Von 2002 bis 2019 gehörte er dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an. Von 2011 bis 2016 war er Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur und von 2016 bis 2019 Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er lebt als freier Publizist in Schwerin.