Donnerstag, den 15. November 2012 um 13:33 Uhr

Bundespräsident besucht zu Klampen Verlag

Dietrich zu Klampen, Joachim Gauck, Daniela Schadt und Viola Taube vom Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels begutachten Christof Wackernagels Traumtrilogie es Dietrich zu Klampen, Joachim Gauck, Daniela Schadt und Viola Taube vom Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels begutachten Christof Wackernagels Traumtrilogie es © Werner Gabriel

Ein Überraschungsgast war den Verlegern Dietrich zu Klampen und Rolf Johannes schon einige Tage im Voraus angekündigt worden. Dass allerdings der Bundespräsident höchstpersönlich auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Völksener zu Klampen Verlags in Halle 4.1 vorbeischauen würde, hätte sich dort niemand vorstellen können.

Zumal Joachim Gauck, wie sich während des angeregten, rund 15-minütigen Gesprächs herausstellte, bei seinem Messerundgang lediglich fünf Verlagen einen Besuch abstattete. Dietrich zu Klampen nutzte die Gelegenheit, dem Bundespräsidenten sowie seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt die im vergangenen Jahr herausgekommene Traumtrilogie »es« von Christof Wackernagel vorzustellen. Gauck war von dem in vielerei Hinsicht bemerkenswerten Schwergewicht  – mehr als 600 Seiten im Großformat 31 x 42 Zentimeter mit einem Gesamtgewicht von knapp fünf Kilogramm – sichtlich beeindruckt. Mitnehmen wollte es der Bundespräsident dann aber lieber nicht. Ein wenig träumen konnte er am Ende allerdings doch: Dietrich zu Klampen schenkte seinem prominenten Gast ein Exemplar von »Jesu Traum« des ehemaligen Springers Christoph Türcke sowie den Gedichtband »Mittelwärts« der frisch gebackenen Gewinnerin des Deutschen Buchpreises, Ursula Krechel.
»Der Besuch von Joachim Gauck hat uns deshalb so gefreut, weil er mit voller Absicht die Arbeit eines kleinen unabhängigen Verlags würdigen wollte«,  sagte Dietrich zu Klampen nicht ohne Stolz. Der Bundespräsident habe zudem ausdrücklich deren Bedeutung für die deutschsprachige Verlagslandschaft betont. Beeindruckt war der Völksener Verleger auch von dem Großaufgebot an Sicherheitspersonal. Und das erklärte dann zumindest, warum der Besuch des Bundespräsidenten bis zum Schluss absolute Geheimsache geblieben war.