Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 12:54 Uhr

Günter Kunert erhält den Preis der »Frankfurter Anthologie«

Günter Kunert erhält den Preis der »Frankfurter Anthologie«

Mit dem diesjährigen Preis der »Frankfurter Anthologie« ist zu Klampen-Autor Günter Kunert ausgezeichnet worden. Der Lyriker wird die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am 3. November im Frankfurter S.Fischer-Haus entgegen nehmen.

Die gute Nachricht erhielt Günter Kunert telefonisch und von Marcel Reich-Ranicki höchstpersönlich. Der LIteraturkritiker hatte die Sammlung deutschsprachiger Gedichte mit dazugehörigen Interpretationen im Jahr 1974 begründet. Seitdem erscheint in jeder Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Gedicht mit einem Kommentar eines Lyrikkenners. Seit 1998 wird jährlich der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Frankfurter Anthologie an einen ihrer Interpreten verliehen, Preisträger waren unter anderem Peter von Matt, Hans-Christoph Buch, Hans-Ulrich Treichel, Eva Demski und zuletzt 2009 Ulrich Weinzierl.
Günter Kunert wird den Preis am 3. November in Frankfurt von Marcel Reich-Ranicki entgegennehmen, die Laudatio hält FAZ-Redakteur Hubert Spiegel. Die Jury unter dem Vorsitz von Marcel Reich-Ranicki lobte in ihrer Begründung den »poetischen Scharfsinn des Dichters, die Beobachtungsgabe des aufmerksamen Zeitzeugen und das kritische Rüstzeug des stets auch politisch Denkenden«. Damit habe der 82-jährige Kunert den Lesern der »Frankfurter Anthologie« weite Teile der Lyrik, vor allem des 20. Jahrhunderts erschlossen.
Bei zu Klampen erschien 2005 der Gedichtband »Ohne Botschaft« von Günter Kunert.

 

 

Ohne Botschaft//Gedichte Günter Kunert
Ohne Botschaft
Gedichte

»Mit beißendem Spott und subtilem Humor karikiert er ... eine Welt, in der es zu viel Bürokratie und Verwaltung gibt.«
Hajo Steinert, Focus