Geschichte

Majdanek
Verloschene Lichter. Ein früher Zeitzeugenbericht vom Todeslager

Paperback
24,00 €

Auflage
1. Aufl.
E-Book-Format
EPUB
Umfang
228 Seiten
Erschienen
15. Mär 2016
Status
lieferbar
Sprache
Deutsch
Verlag
zu Klampen Verlag
ISBN-13
9783866744745
ISBN-10
3866744749

Mordechai Strigler zählt zu den gebildetsten und produktivsten jiddischen Schriftstellern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein eindringlicher literarischer Bericht ist ein Zeugnis aus den unmittelbaren Erinnerungen an die Zeit im KZ Majdanek in deutscher Erstausgabe.

Mordechai Strigler (1918–1998) begann kurz nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945, seine Erfahrungen im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek in literarischer Form zu verarbeiten. Er legt jedoch keine nüchterne Schilderung des Lebens und Leidens der jüdischen Häftlinge vor, sondern reflektiert tiefgründig die Psychologie und Reaktionen der Opfer und ihrer Henker von der SS. Strigler kaschiert nicht die Fehler und menschlichen Schwächen der Opfer, über die er wie von Wesen aus Fleisch und Blut berichten möchte. »Majdanek« wurde bereits 1947 auf Jiddisch veröffentlicht.
Yechiel Szeintuch, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, ist ein profunder Kenner des literarischen Werkes von Mordechai Strigler und verfasste die Einführung zur deutschen Ausgabe von »Majdanek«.

»›Majdanek‹ ist aus zwei Gründen eine literarische Sensation«, schreibt Rezensentin Susanne Klingenstein in der FAZ-Rubrik »Literarisches Leben«. Sie nennt zunächst die außergewöhnliche Qualität des Lager-Schriftstellers Strigler, seine literarische Feinheit und auch Reflexionskraft. Zudem attestiert sie Strigler eine skalpellscharfe Beobachtung sowie erbarmungslose Klarheit und stellt ihn auf eine Stufe mit Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész. Desweiteren unterstreicht Klingenstein die Bedeutung von »Majdanek« im Hinblick auf die Entdeckung einer Holocaust-Literatur, die bislang in der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht wahrgenoimmen wurde.
Voll des Lobes ist die Rezensentin auch über Herausgeber Frank Beer und die Übersetzerin Sigrid Beisel.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Juni 2016

Autor(en): Mordechai Strigler. Herausgegeben von Frank Beer. Vorwort von Yechiel Szeintuch. Übersetzt von Sigrid Beisel. Einleitung von H. Leivick.


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