Geschichte

Bin ich ein Mörder?
Das Testament eines jüdischen Ghetto-Polizisten

EPUB
16,99 €

Auflage
2. Aufl.
Einband
Buch
Umfang
304 Seiten
Erschienen
23. Mär 2015
Status
lieferbar
Format
12,50 x 20,50 cm
Sprache
Deutsch
Verlag
zu Klampen Verlag
ISBN-13
9783866745100
ISBN-10
3866745109

Dieses einzig erhaltene Zeugnis eines jüdischen Ghetto-Polizisten, 1943 in einem Warschauer Versteck verfaßt, ist das aufwühlende Psychogramm eines schuldig-unschuldigen Mörders, der zwischen quälerischen Selbstzerfleischungen und grenzenlosen Rachephantasien hin- und hergeworfen wird.

Versteckt in einer Warschauer Ladenwohnung schrieb Perechodnik von Mai bis August 1943 dieses Tagebuch. Es ist zugleich die Lebensbeichte, das Schuldbekenntnis und der Zeugenbericht eines jüdischen Ghettopolizisten aus Otwock, der aus Leichtgläubigkeit und Naivität seine Frau und seine zweijährige Tochter in den Tod führte. Perechodnik schenkte blind den Versprechen der Deutschen Glauben, daß Polizisten und deren Familien von den Aussiedlungsaktionen in Arbeitslager und KZs ausgenommen wären. Es gab für ihn keinen Grund, weshalb sich seine Familie nicht auf dem Versammlungsplatz für den Abtransport zusammen mit allen anderen nichtprivilegierten Juden hätte einfinden sollen. Perechodnik holte seine Frau und seine Tochter aus deren Versteck auf den Platz, wo sie wie alle anderen achttausend Juden in die Gaskammern von Treblinka deportiert wurden.
"Bin ich ein Mörder?" - diese Frage martert das Gewissen eines Opfers, das selbst zum Mittäter geworden ist, eines Getäuschten, der an seiner eigenen Leichtgläubigkeit verzweifelt.
"Eines der ungewöhnlichsten Dokumente über den Holocaust." (Die Zeit)
"Es übertrifft an Authentizität und Eindringlichkeit alles, was in jüngster Zeit über den Holocaust veröffentlicht wurde." (Hessischer Rundfunk)

Autor(en): Calel Perechodnik. Übersetzt von Lavinia Oelkers.


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