Die großen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland

Gerhard Mauz
Die großen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland

Herausgeber: Friedrichsen, Gisela;
Paperback, 240 Seiten
Format: 13.4 x 21 cm
Erscheinungstermin: Januar 2011
ISBN 9783866741461
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Inhalt

In Die großen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland sind die wichtigsten Gerichtsreportagen von Gerhard Mauz aus annähernd 50 Jahren deutscher Rechtsgeschichte versammelt. Es ist das Lesebuch zur Entwicklung von Rechtsgefühl und Rechtspraxis der Bundesrepublik Deutschland.

Kaum etwas stößt Menschen stärker ab, kaum etwas aber übt auch größere Faszination aus als spektakuläre Verbrechen: Der Ehegattenmord, die Entführung des reichen Erben, die Erpressung des bekannten Konzerns. Gerade ist es geschehen, da sind auch schon Fernsehen und Presse vor Ort, um bis zum Überdruß vom Tathergang und den polizeilichen Ermittlungen zu berichten. Während das Verbrechen und die kriminalistische Arbeit große mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist es um die gerichtliche Aufarbeitung und Beurteilung der Tat meist still.
Justitia ist eine ehrfurchtgebietende Institution, sie spricht eine komplizierte Sprache, sie hütet sich vor empörtem Einverständnis und vorschnellem Urteil. Für ein demokratisches Gemeinwesen sind verantwortungsvolle Gerichtsreportagen daher von kaum zu überschätzender Bedeutung. Der wohl bedeutendste Gerichtsreporter der Bundesrepublik Deutschland war Gerhard Mauz. Er verstand es wie kein anderer, sowohl die oft diffizilen juristischen Zusammenhänge als auch die Motive der Täter und die Verantwortung gegenüber den Opfern sprachlich klar und einfühlsam zu schildern – ohne dabei auf eigene Urteile zu verzichten.

Pressestimmen

»Mauz ist kein Mann der distanzierten Darstellung eines Tatherganges, er schreibt nicht von außen nach innen. Immer ist er mitleidender Beobachter, immer auf der Seite der Geschlagenen und Getriebenen, der Opfer, die auch Täter sein können, und der Täter, die auch Opfer sind. Seine Gerichtsreportagen sind der Spiegel eines Vierteljahrhunderts, eines großen Teils der Nachkriegszeit.«
Rudolf Augstein

»Von dem vor zwei Jahren gestorbenen Spiegel-Reporter Gerhard Mauz heißt es, dass viele Juristen wegen seiner Texte zu ihrem Beruf gekommen seien. Warum er auch für viele Journalisten ein Vorbild war, lässt sich in einer jüngst veröffentlichten Sammlung seiner Reportagen nachlesen. Wie kein anderer hat Mauz das Geschehen in den Gerichtssälen seziert, sich mit großer Genauigkeit und Mitgefühl den sperrigsten Fällen genähert und mit großer Unabhängigkeit seinen Lesern präsentiert. ... Gisela Friedrichsen, Mauz’- Nachfolgerin beim Spiegel, hat die Texte gesammelt und mit einem respektvollen Vorwort versehen.«
dpa

»Was Recht ausblendet, Mauz zerrt es ans Licht.«
FAZ

»Mauz schrieb unterhaltsam und aufklärerisch zugleich. Ein Humanist, der mahnte, darauf zu achten, warum jemand zum Täter wurde.«
Titel, Thesen, Temperamente

»Zeit seines Lebens galt der ... Spiegel-Journalist Gerhard Mauz als der bedeutendste Gerichtsreporter in Deutschland. Einfühlsam und kenntnisreich beschrieb Mauz große Prozesse und juristische Verfahren, wobei er sich Anklage und Verteidigung, Opfern, Tätern, Richtern und Gutachtern auf unnachahmliche Weise näherte.«
Der Spiegel

»Eine schöne Auswahl. Es ist nicht das erste Buch mit den engagierten, sprachlich unvergleichlich klaren Texten des 2003 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Gerichtsreporters. (...) Was Gisela Friedrichsen jetzt aber zusammengestellt hat, ist ein Stück Zeitgeschichte. (...) Ein Vermächtnis. Nicht nur für Gerichtsreporter«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

»Die Sammlung der posthum veröffentlichten Reportagen sollte als Pflichtlektüre in Schulen eingeführt werden. Von Mauz können wir viel mehr lernen als bloße schematische Stationen der deutschen Geschichte: Menschlichkeit im Angesicht des Unmenschlichen.«
Rheinischer Merkur

»Mauz war und ist das von wenigen erreichte Vorbild eines kritischen, unbestechlichen Journalismus, der Vorurteile niemals nachbetete, sondern stets - es sei der abgegriffene Begriff hier ausnahmsweise am Platz - hinterfragte. Er hat die Gerichtsreportage auf einen einsamen Höhepunkt geführt. Es gab Wochen, da las man den Spiegel nur seintwegen.«
Badische Zeitung

»Er (Mauz) war der Meister der Gerichtsreportage - und einer, der sich sein Leben lang nicht zufrieden gab mit wohlfeilen Antworten. ... Einer, der die großen Prozesse der Bundesrepublik mit Klugheit und Leidenschaft begleitet hat. Und einer, der - was heute ganz und gar nicht mehr opportun ist - Aufmerksamkeit dem Täter schenkte und dessen Weg.«
Chrismon

»Der wohl bedeutenste Gerichtsreporter der Bundesrepublik Deutschland war Gerhard Mauz. Er verstand es wie kein anderer, sowohl die oft diffizilen juristischen Zusammenhänge als auch die Motive der Täter und die Verantwortung gegenüber den Opfern sprachlich klar und einfühlsam zu schildern.«
Praxisjournal Buch

»Mauz steht in der Tradition jener raren Spezies von Publizisten, die die Wirklichkeit des öffentlichen Justizlebens schildern und hinter ihr das Innenleben einer Staatsgewalt sichtbar machen, die der Bürger am unmittelbarsten miterlebt, wenn er in ihren Schatten gerät. ... Es sind teilnehmende Beobachtungen mit dem Blick eines einfühlsamen, psychologisch geschulten Journalisten, dem nichts Menschliches fremd ist. ...Ein wichtiges Buch jedenfalls für alle, die diese ›stille Staatsgewalt‹, wie die Justiz lange genannt wurde, in ihrer Inszenierung erleben wollen und hinter dieser Regie, die vom Gesetz gesteuert wird, nach Gerechtigkeit suchen.«
Neue Juristische Wochenschrift

»Der 2003 verstorbene Gerhard Mauz ... war fraglos der herausragenste deutsche Gerichtsreporter. Seine Psychogramme, die Opfern wie Tätern galten, zeugen von hoher Einfühlungsgabe, analytischer Präzision und sozialem Verantwortungsbewußtsein. Der von Gisela Friedrichsen editiierte Band versammelt die spektakulärsten Justizfälle der Nachkriegszeit ... . Und entwirft ein faszinierendes zeitgeschichtliches (Un-)Sittengemälde.«
Die Welt

»Die großen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland sind nicht nur eine hommage an den größten deutschen Gerichtsreporter der Nachkriegszeit, sondern auch - auf seine eigene Art - ein Portrait dieses Nachkriegsdeutschlands.«
Deutsche Welle

»Die Gerichtsreportagen von Gerhard Mauz ... gelten als legendär. Jahrzehntelang hatte er aus Gerichten der ganzen Bundesrepublik berichtet. Nun hat Gisela Friedrichsen ... seine bedeutensten Artikel gesammelt und in einem Buch herausgebracht ... .«
die tageszeitung

»Reporter Gerhard Mauz hat wie kein anderer das Geschehen in den Gerichtssälen seziert und es mit großer Unabhängigkeit seinen Lesern präsentiert.«
Ostsee-Zeitung

»Viele der Informationen aus diesem Buch sind für jeden Juristen unersetzlich.«
www.Referendare.net

»Er war einer der Großen. Gerhard Mauz hat mit den im Spiegel veröffentlichten Gerichtsreportagen Maßstäbe gesetzt.«
Stuttgarter Zeitung

»Es gab Richter, die ihre Fälle verlegten, damit Mauz nicht kommen konnte. Und es gab solche, die Mauz unbedingt dabei haben wollten. Hinterlassen hat der immer wieder vehemente Streiter für Täter und Opfer ein beispielloses Lebenswerk, das nun in Auszügen als Buch im Handel erhältlich ist - und umstritten wie unentbehrlich ist.«
3sat Kulturzeit

»... ein differenziertes Bild der Wirklichkeit!«
Titel Thesen Temperamente

»Wenn Gerichtsjournalismus in der Bundesrepublik Deutschland personifiziert werden müsste, dann würde er den Namen Gerhard Mauz tragen. Neben den drei Gewalten Legislative, Exekutive und Judikative verkörpert er die imaginäre vierte: die kritische, emotionale und rechtliche Auseinandersetzung mit dem, was Rechtsprechung genannt wird.«
Titel-Magazin

»Gerichtsberichte haben ihr Publikum, zumal die von herausragenden Justiz- und Kriminalreportern wie den 2003 verstorbenen Gerhard Mauz. ... zum Lesen und Weiterdenken.«
Das Parlament

»Er hat in unnachahmlicher Art die Atmosphäre im Gerichtssaal eingefangen und dem Leser den Eindruck vermittelt, als sei er dabei. ... Ich kenne keinen anderen Journalisten, der den Ablauf von Strafverhandlungen so sorgfältig nachgezeichnet und dabei schwierigste juristische Zusammenhänge juristisch sauber erläutert und kommentiert hat. ... Gisela Friedrichs ... hat als Herausgeberin mit den 35 Reportagen eine hervorragende repräsentative Auswahl getroffen. ...Gerhard Mauz hat für die Rechtskultur in Deutschland viel getan. Seine Reportagen sind kritischer und sachlicher Journalismus im besten Sinne. Das Buch empfehle ich jedem, der an einem historischen Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Strafrecht interessiert ist.«
Dr. Joachim Siol, Deutsche Richter Zeitung

»Gerade für Jurastudenten und Rechtsreferendare sollte das Werk ein unentbehrlicher Bestandteil der juristischen Ausbildung sein. Durch seine Lektüre wird Gelerntes in größere Zusammenhänge gebettet und dadurch besser verständlich. Außerdem wird das Rechtsgefühl in hervorragender Weise geschult.«
JURA – Juristische Ausbildung

»Mauz lässt reale Richterpersönlichkeiten lebendig werden, mit all ihren Stärken und Schwächen. Er deutet hochsensibel geglückte Momente von Verhandlungen, wie er anderswo in großen Linien deren grandioses Scheitern beschreibt. Differenzierte Sprache und Empathie für die Akteure paaren sich mit einem untrüglichen Sinn für rechtsstaatliche Ideale.«
RiV-INFO. Mitteilungsblatt des Schleswig-Holsteinischen Richterverbandes