Urteilskraft als politisches Vermögen//Zu Hannah Arendts Kritik der Urteilskraft

Frank Hermenau
Urteilskraft als politisches Vermögen

Zu Hannah Arendts Kritik der Urteilskraft

Paperback, 179 Seiten
Erscheinungstermin: September 1999
ISBN 9783924245801
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Inhalt

»Urteilskraft« ist eine der zentralen Fiktionen aller modernen Gesellschaften. Es wird kein Vertrag geschlossen, keine Wahl abgehalten, kein Gerichtsverfahren geführt, ohne daß implizit immer schon die Urteilsfähigkeit der Beteiligten unterstellt würde. Gleichzeitig aber wird die immer schon unterstellte Urteilskraft der Individuen durch die moderne Gesellschaft hintertrieben. Hannah Arendt hat erkannt, daß die zunehmende Atomisierung der Gesellschaft, die globalen Krisenerscheinungen, die Entindividualisierung der zwischen Arbeit und Konsum eingespannten Menschen zu »Weltlosigkeit« und Verlust von Urteilskraft, den Bedingungen für die Entstehung totalitärer Herrschaft, führen. Eine Stärkung der politischen Freiheit setzt daher Stärkung der politischen Urteilskraft voraus. Frank Hermenau versteht es in seiner Studie über Hannah Arendt, dem philosophischen Begriff der Urteilskraft die politische Schärfe zu geben, die ihn zu einer Waffe im Kampf gegen totalitäre Versuchungen macht.

Pressestimmen

»Die Untersuchung (stellt) eine wertvolle Etappe auf dem noch zu bewältigenden Interpretationsweg zur Bedeutung der politischen Urteilskraft im Werk Hannah Arendts dar. Seine Meriten hat es im originellen Zugriff, der analytischen Kompetenz, einer logisch-stringenten Gedankenführung sowie in einer im deutschen Sprachraum leider nur noch selten anzutreffenden sprachlichen Prägnanz.«
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