Wir leben weiter ins Ungewisse//Tagebücher und Briefe aus dem Jahr 1945

Monika Tibbe
Wir leben weiter ins Ungewisse

Tagebücher und Briefe aus dem Jahr 1945

Herausgeber: Tibbe, Monika;
Hardcover, 208 Seiten
 

EPub 9,99 €
erhältlich bei:

» Libreka

Format: 11.5 x 18.5 cm
Erscheinungstermin: März 2014
ISBN 9783866742291

19,80 € inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand
Lieferzeit & Versandkosten


Inhalt

Das Bild von Zeitzeugen der Kriegsgeneration, die ihre Erinnerungen an jüngere Generationen weitergeben, ist uns vertraut. Auch die Personen, die in diesem Buch zu Wort kommen, sind Zeugen ihrer Zeit. Doch handelt es sich hier nicht um Erinnerungen, die erst nach vielen Jahren aufgeschrieben wurden, sondern um Tagebücher und Briefe, die 1945 entstanden sind. Die Stimmen, denen wir hier zuhören, sind jung, und sie sind nah dran an den Erlebnissen. Wir erfahren, wie Menschen extreme Situationen bewältigen und dabei ein hohes Maß an Energie, Mut und Durchhaltevermögen entwickeln. 

Die Texte erzählen spannende, anrührende, stellenweise auch komische Geschichten; sie spiegeln die Schrecken des Krieges wider, strahlen aber auch Lebensenergie aus. »Allein auf uns angewiesen, hieß es nun selbst denken und handeln«, schreibt die einundzwanzigjährige Elisabeth Siebert in ihr Tagebuch. Und Annemarie Techant an ihre Mutter: »Heute war nun den ganzen Tag kein Alarm, das ist wie ein Geschenk.« Die andere Seite dann im Brief des erst fünfzehnjährigen Heinz Holzmann »Mit schwerem Herzen gehe ich an das Schreiben heran, denn ich weiß, dass ich von meinem besten Freund in Russland die Todesnachricht nach Ihnen senden muss, welches ja meine Pflicht ist.«

 

Kundenkommentare

»Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich bin im April 1945 in Lychen/Kreis Templin geboren, kurz nach meiner Geburt ist meine Mutter mit mir und meiner sechsjährigen Schwester nach Schleswig-Holstein geflohen. In meiner Familie hat leider niemand ein Tagebuch oder Briefe aus dieser Zeit überliefert, und es ist auch wenig über die Geschehnisse gesprochen worden. Die Lektüre der hier gesammelten Texte hat mir zum ersten Mal einen Eindruck vermittelt von den sehr unterschiedlichen Erfahrungen, die Menschen in dieser Zeit haben machen müssen, von vielen dramatischen und gefährlichen Situationen und existentiellen Entbehrungen, aber auch von gegenseitiger Unterstützung und Zusammenhalt. In jedem Fall waren es Erfahrungen, die die Menschen weit in die Zukunft hinein geprägt haben dürften – vielleicht sogar mich, die ich zu klein war, um von dem Erlebten etwas im Gedächtnis zu behalten. Die Unfähigkeit, diese Ereignisse zu betrauern und gemeinsam zu verarbeiten, hat die Kriegs- und Fluchterfahrungen in einer Weise nachwirken lassen, die wahrscheinlich bis heute andauert.

Ich wünsche dem Buch eine große Verbreitung, vor allem die jüngere Generation sollte sich damit auseinandersetzen.« F. H. 

Pressestimmen

»Ein handliches Sammelbändchen, in dem 15 Autoren berichten und reflektieren. (...)  Der Leser soll aus erster Hand erfahren, welche Nöte, Einschnitte und Verwirrungen die einfachen Menschen 1945 zu verkraften hatten.«
Märkische Allgemeine Zeitung - Journal, 20. September 2014

»Spannende, anrührende und stellenweise auch komische Geschichten. Für jüngere Leser ein Einblick in Einzelschicksale der damaligen Zeit. Und für die Älteren vielleicht ein Wiedererkennen.«
Karl-Heinz Schönrock in: Heimatland, Dezember 2014