RAF oder Hollywood//Tagebuch einer gescheiterten Utopie

Christof Wackernagel
RAF oder Hollywood

Tagebuch einer gescheiterten Utopie

Hardcover, 360 Seiten
 

17,99 €
erhältlich bei:

» Libreka

Format: 12.5 x 20.5 cm
Erscheinungstermin: August 2017
ISBN 9783866745582

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Inhalt

»Alan Parker will mich für den Film ›Midnight Express‹, Hauptrolle, ich soll einen kiffenden Ami spielen.«
»Ist doch toll!«, rief Klaus. »Mach das! Damit schaffst Du Hollywood!«

Ich ließ meine Butterbrezel sinken und fragte: »Seit wann geht es um

Hollywood – es geht um den Kampf um Befreiung!«



Christof Wackernagel ist seit seinem fünfzehnten Lebensjahr ein gefragter Schauspieler. 1977 hätte er die Möglichkeit gehabt, in einer internationalen Produktion mitzuwirken, doch er beschloss, sich stattdessen der RAF anzuschließen. »RAF oder Hollywood« erzählt die Geschichte vor Wackernagels Zeit in der RAF. So ist das Buch zwar keine Autobiografie, Abrechnung oder Bitte um Absolution, aber dennoch eine autobiografisch vorgetragene Antwort auf die Frage, warum er sich dem bewaffneten Untergrund anschloss. Wackernagel berichtet aus der jeweiligen Zeit, was ihn beeinflusste und ihn seine Meinung bilden ließ, und gibt somit stets den damaligen Zeitgeist wieder, ohne aus heutiger Sicht zu urteilen.

 

Videos

Wie Felix Krull bei der Musterung helfen kann:

Christof Wackernagel liest aus »RAF oder Hollywood«. Ansicht vergrößern

 

Warum ein Hollywood-Angebot problematisch ist:

Christof Wackernagel liest aus »RAF oder Hollywood«. Ansicht vergrößern

Christof Wackernagel über die Enstehung von »RAF oder Hollywood«.
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Pressestimmen

»Das (...) sich wie ein historischer Roman lesende Buch, das denen, die diese Zeit nicht überlebt haben, gewidmet ist, holt den Geist einer nur scheinbar vergangenen Vergangenheit zurück.«
Karlen Vesper in: neues deutschland, 2. September 2017

»Nicht nur wegen der momentanen Gedenktage ist Wackernagels Buch sehr zu empfehlen.«
Jürgen Vielhaber in: lovelybooks.de, 19. September 2017


»... eine von sehr detaillierten und erinnerten oder imaginierten Dialogen durchsetzte Aufzeichnung. (...) Das klingt glaubhaft.«
Harald Pilzer in: ekz-Bibliotheksservice, 18. September 2017

 »Es ist ein bemerkenswerter Einstieg, den Christof Wackernagel da wählt. (...) Die Szene ist so eindringlich beschrieben, dass man sich beim Lesen inmitten des Schusswechsels wähnt und unwillkürlich duckt.«
Carsten Tergast in: BÜCHERmagazin, Oktober/November 2017

»Dieser literarische Versuch ist außerordentlich gut gelungen. (...) Ein lehrreiches, gut lesbares Buch, das zuweilen mit filmreifen Szenen glänzt.«
Hardy Vollmer in: Radio dreyeckland Freiburg, 2. November 2017
Hören Sie hier den gesamten Beitrag

»Die Stärke von ›RAF oder Hollywood‹ liegt darin, dass es minutiös aufzeigt, wie sich der gesellschaftliche Protest an den Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland entzündet hat. Mit sezierendem Blick analysiert der Autor die Zustände im Nachkriegsdeutschland, den nicht ausgerotteten Nationalsozialismus und die verkrusteten Gesellschaftsstrukturen. Ein intellektuell ambitioniertes, sprachlich brillantes und inhaltlich fesselndes Buch mit durchaus aufrührerischem Impetus geschrieben, das den Leser zur knallharten Reflexion und Durchdringung historischer sowie aktueller gesellschaftspolitischer Zustände zwingt. In diesem Sinne sei jedem kritischen Kopf, jedem Querdenker und jedem Sozialwissenschaftler die Lektüre von RAF oder Hollywood‹ wärmstens empfohlen.«
Stefan Schweizer in: literaturkritik.de, Nr. 10, Oktober 2017

»Ein wichtiges Buch nicht nur für RAF-Interessierte, sondern gerade auch für Jugendliche, mit denen man über die Themen Toleranz, Akzeptanz und Gewalt spricht!!!! Ein ganz besonderes, wichtiges Buch!!
Barsortiment Könemann Vertriebs GmbH, November 2017

»Mit der Notation seiner Tagebücher ermöglicht Christof Wackernagel im vierzigsten Herbst nach 1977 eine unverstellte Rückschau auf die damaligen Geschehnisse.«
Alfons Huckebrink in: autor-des-eigenen-lebens.de 

»Sortiert nach nüchternen Jahreszahlen notiert er Kindheits- und Jugenderlebnisse, stets bemüht, sich auf den Bewusstseinsstand der Erzählzeit zu begeben. Allerdings auch bestrebt, sein Werden und Sein mit vielen Fußnoten zu einer Art Gesamtkunstwerk zu verflechten. Penibel notiert er, welche Wahrheiten zu welchen erfundenen Passagen seiner literarischen Aufarbeitungen passen.«
Stadtmagazin ultimo Münster & Bielefeld, Heft 24/17, 10. November 2017