Essays

Die Niederlage der politischen Vernunft
Wie wir die Errungenschaften der Aufklärung verspielen

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19,99 €

Auflage
1. Aufl.
Einband
Hardcover
Umfang
416 Seiten
Erschienen
24. Feb 2017
Status
lieferbar
Format
11,50 x 18,50 cm
Sprache
Deutsch
Verlag
zu Klampen Verlag
ISBN-13
9783866745353
ISBN-10
3866745354

Auf Platz 9 der besten Sachbücher des Monats April 2017 (Süddeutsche Zeitung / Norddeutscher Rundfunk).

Edmund Burkes Warnung, wer nicht auf seine Vorfahren blicke, verliere die Nachfahren aus dem Auge, wird hierzulande allzu leichtherzig in den Wind geschlagen. Egon Flaig zeigt, wie wir dadurch die Errungenschaften der Aufklärung preisgeben.

Dass menschenrechtliche Prinzipien universal sein sollen, ist ein Gebot der Vernunft, das uns die Aufklärung auferlegt hat. Indes, wie sind die Erfordernisse dieses Universalismus zu erfüllen in der jeweiligen konkreten Weltlage? Das vermag uns nur eine politische Vernunft zu sagen, welche sich – anders als Kants praktische Vernunft – in Zeithorizonten bewegt. Aber eben diese Vernunft verliert heute rasch Terrain an antiuniversalistische Theorien, die kulturelle Sonderrechte propagieren und verfälschte Vergangenheiten produzieren. Dabei gerät die gute Gesinnung zum Maßstab des Handelns und die Entrüstung zum Mittel geistiger Auseinandersetzung.
Um zu ermessen, was hierbei auf dem Spiel steht, verlangt Egon Flaig geistesgeschichtliche Rückbesinnung. Er fragt zum einen, welche Diskurse eine antiuniversalistische Einstellung legitimiert und vorangetrieben haben; und er erörtert zum anderen, weshalb die politische Vernunft auf historische Verankerung angewiesen ist. Denn allein aus einem kulturellen Gedächtnis heraus, das sich der Aufklärung verpflichtet weiß, gewinnen wir die Orientierung für politisches Handeln im Geiste eines emanzipatorischen Universalismus.
 

Autor(en): Egon Flaig. Herausgegeben von Anne Hamilton.


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