Otto Normalabweicher//Der Aufstieg der Minderheiten

Jürgen Kaube
Otto Normalabweicher

Der Aufstieg der Minderheiten

Hardcover mit Schutzumschlag, 190 Seiten
Format: 12 x 19 cm
Erscheinungstermin: September 2007
ISBN 9783866740143
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Inhalt

Das gesellschaftliche Leben der letzten Jahrzehnte ist vom Aufstieg der Minderheiten bestimmt. Verhalten, das vom Gängigen abweicht, ist nicht nur normal geworden, es hat auch eine besondere Bedeutung bekommen. In den Massenmedien wird eine Welt voller Sonderexistenzen vorgeführt, mit seltsamen Hobbies, seltsamem Aussehen, seltsamen Ansichten. Das hat kulturelle Wirkungen, die Jürgen Kaube »Normalabweichung« nennt: Anders zu sein und sein zu wollen, wird zum Durchschnittsfall in der angeblich »nivellierten Mittelstandsgesellschaft« etwa der Tätowierten und ewig Jugendlichen. Die Normalabweichung hat aber auch politische Folgen. Minderheiten erheben besonderen Anspruch auf Schutz und Subvention. Die Frage, wer sich noch in wen hineinzuversetzen vermag, ist ebensowenig zu beantworten wie die, für wen die Politiker Politik machen.

Im Jahr 2015 erhält Jürgen Kaube den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis. Begründet ist die Wahl mit dem "herausragenden schriftstellerischen Vermögen" des in der Tradition der Aufklärung stehenden Preisträgers, der "die wissenschaftliche Kultur von Geist und Sache in luzider Klarheit und begriffsnaher Zuspitzung in den öffentlichen Raum" (FAZ) trage.

Pressestimmen

»Autor und FAZ-Feuilleton-Redakteur Jürgen Kaube konterkariert das Zeitalter des Individualismus. Egal wie, Hauptsache anders. Paradoxon, messerscharf.«
Werben und Verkaufen


»Ob von Tätowierung, Sonnenbaden, vom Lärmen in der Öffentlichkeit, von Mode oder von der unseligen Ich-AG die Rede ist - Kaube sieht mit historisch-soziologischer Tiefenschärfe hin, und er sieht scharf.«
NZZ am Sonntag


»Kaube ist sehr gut darin, Alltagsbeobachtungen zu untersuchen, er seziert die Neigung der Gegenwart zu Übertreibungen aller Art, falschen Aufregungen und empiriefreien Behauptungen. Gegen die Denkfaulheit, Verflachung und Gefahr, die in der Anschaffung geordneter sozialer Erwartungen steckt...sind Kaubes Texte in ihrer scharfen Gelehrsamkeit selbst das beste Gegengift.«
Süddeutsche Zeitung


»Otto Normalabweicher ist keine leichte Essaykost, sondern eine kluge Bestandsaufnahme postmoderner Befindlichkeiten.«
Vorarlberger Nachrichten


Lesen Sie hier einen Beitrag auf faz.net 

»Genau beobachtend und mit viel Witz. (...) immer wieder interessante Untersuchungsergebnisse.«
Martin Süß, Blaue Narzisse, 26. Juli 2012