Die Niederlage der politischen Vernunft//Wie wir die Errungenschaften der Aufklärung verspielen

Egon Flaig
Die Niederlage der politischen Vernunft

Wie wir die Errungenschaften der Aufklärung verspielen

Hardcover, 416 Seiten
Format: 11.5 x 18.5 cm
Erscheinungstermin: Februar 2017
ISBN 9783866745353

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Inhalt

Dass menschenrechtliche Prinzipien universal sein sollen, ist ein Gebot der Vernunft, das uns die Aufklärung auferlegt hat. Indes, wie sind die Erfordernisse dieses Universalismus zu erfüllen in der jeweiligen konkreten Weltlage? Das vermag uns nur eine politische Vernunft zu sagen, welche sich – anders als Kants praktische Vernunft – in Zeithorizonten bewegt. Aber eben diese Vernunft verliert heute rasch Terrain an antiuniversalistische Theorien, die kulturelle Sonderrechte propagieren und verfälschte Vergangenheiten produzieren. Dabei gerät die gute Gesinnung zum Maßstab des Handelns und die Entrüstung zum Mittel geistiger Auseinandersetzung.

Um zu ermessen, was hierbei auf dem Spiel steht, verlangt Egon Flaig geistesgeschichtliche Rückbesinnung. Er fragt zum einen, welche Diskurse eine antiuniversalistische Einstellung legitimiert und vorangetrieben haben; und er erörtert zum anderen, weshalb die politische Vernunft auf historische Verankerung angewiesen ist. Denn allein aus einem kulturellen Gedächtnis heraus, das sich der Aufklärung verpflichtet weiß, gewinnen wir die Orientierung für politisches Handeln im Geiste eines emanzipatorischen Universalismus.

Pressestimmen

»Eine tiefgründige Zeitdiagnose. (...) Mir nötigt Flaigs Werk in vielerlei Hinsicht Bewunderung ab. Flaig gelingt es erstens, dank seiner stupenden Gelehrtheit zentrale Aspekte dieser politischen Krise mit tiefer liegenden geistigen Krisenphänomenen in Verbindung zu bringen. (...) Außer der Ebene intellektuell fundierter Kritik zeichnet Flaigs Schrift zweitens der Versuch der positiven Begründung von Maßstäben für eine dezidiert antiutopische politische Vernunft aus, die sich sowohl in der europäischen Aufklärung als auch in einer auf die griechische Polis zurückgehenden Demokratietradition verankert weiß. Und drittens schließlich ist es Flaigs aus Zorn und Sorge gespeister Mut, der Anerkennung verdient. (...)
Flaigs Buch ist ein außergewöhnlich profunder Beitrag zur Schärfung eines derartigen Gefahrenbewusstseins.«
Friedrich Pohlmann in: SWR2, Forum Buch, 19. Februar 2017


»Seine Argumentation im Namen der Vernunft beeindruckt durch intellektuelle Finesse und große Leidenschaft fu?r argumentative Provokation. (...) Selbsternannte Welterklärer, die sich an den ganz großen Begriffen wie etwa ›Wahrheit‹ und ›Vernunft‹ abarbeiten, sind zumeist mit Vorsicht zu genießen. Egon Flaig u?berzeugt aber mit sprachgewaltiger Verve.«
Markus Jäger in: ekz-Bibliotheksservice, 18. April 2017


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