Der älteste christliche Text // Erster Thessalonicherbrief

Gerd Lüdemann
Der älteste christliche Text

Erster Thessalonicherbrief

Hardcover, 123 Seiten
 

9,99 Euro
erhältlich bei:

» Libreka

Format: 12.5 x 19 cm
Erscheinungstermin: November 2011
ISBN 9783866741577

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Inhalt

Die Auslegung des ersten Thessalonicherbriefs hat einen besonderen
Reiz, denn sie gilt der ältesten Quelle des Frühchristentums. Paulus richtet
das Schreiben ca. 41 n. Chr. an die Christen in Thessaloniki kurze Zeit,
nachdem er dort eine Gemeinde gegründet hat. In dem Brief nimmt er
Bezug auf den Gegenstand seiner Predigten in Thessaloniki und beantwortet Fragen der Gemeinde. Zugleich will er die Bindung zwischen sich und dieser jungen Kirche stärken.
Der Inhalt des ersten Thessalonicherbriefes reicht von der Erwählung der Kirche durch Gott, den Leiden der Christen in der Gegenwart und der Denunzierung ungläubiger Juden als Menschenfeinde bis hin zur Erwartung des nahen Endes, der Wiederkunft Jesu als des Herrn noch zu Lebzeiten aller Gemeindeglieder. Zugleich nimmt der Verfasser Elemente griechischer Philosophie auf (»Alles prüft, das Gute haltet fest«). Ein Bezug auf Jesus von Nazareth fehlt in diesem Brief. Paulus hat diesen nie kennengelernt und lehrt bereits in seinem ersten Brief in griechischer Umgebung einen Glauben an den Herrn und Gottessohn, der mit dem
Nazarener nichts zu tun hat.
Innerhalb kürzester Zeit löste sich so das Christentum, das die nächsten 2000 Jahre der abendländischen Kultur bestimmen sollte, von seinem jüdischen Mutterboden.

Aufgenommen in die Sachbuch-Bestenliste März 2012 von SZ/NDR

Pressestimmen

In der Frankfurter Rundschau sowie der Berliner Zeitung schrieb Gerd Lüdemann zu Ostern unter dem Titel »Kein Ende der Sklaverei« über das Gleichheitsprinzip im frühen Christentum und die Rolle Paulus' bei der Preisgabe dieses emazipatorischen Ideals.