Trilogie der nächsten Ziele//Roman

Jürgen Theobaldy
Trilogie der nächsten Ziele

Roman

Hardcover mit Schutzumschlag, 239 Seiten
Format: 14 x 21 cm
Erscheinungstermin: März 2003
ISBN 9783933156778
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Inhalt

Staub hat sich über die Stadt gelegt. Während er durch feinste Ritzen dringt und sich so zur leisen Katastrophe ausweitet, müssen auch die Bewohner eines Asylantenheims gegen ihn antreten. Einer von ihnen wird an der Leiche eines Ingenieurs auf der Straße festgenommen, verhört und macht als Kurier einer zwielichtigen Vereinigung weiter. Im zweiten Teil versucht ein Anwalt, das mögliche Desaster stets vor Augen, den Anschluß jener Vereinigung an die Legalität aufrecht zu erhalten. Im dritten Teil will ein redlicher Angestellter im Gestrüpp der Dokumente und Verlautbarungen aus seinem Haus das heimliche Treiben seiner externen Mitarbeiter durchleuchten – und stößt auf Verlockendes. In diesen chronologisch fortschreitenden und ineinander verzahnten Teilen des Romans beleuchten drei Erzähler die Motive und Befindlichkeiten derer, denen der Boden unter den Füßen entzogen wird: Sind ihre Ziele am Ende nur korrumpierte Wünsche? Während der Erzählfluß durch die Korridore von Institutionen und die Straßen der Stadt mäandert, laden Trugschlüsse und zweifelhafte Fährten zu Spekulationen ein. Jürgen Theobaldy sucht nicht die schlimmstmögliche Wendung einer Geschichte, vielmehr zeigt er, wie die Geschichte selbst weitergeht, wenn diese Wendung ausbleibt. Dem Leser erschließt er die Bestandsaufnahme einer Gesellschaft, in der die einzelnen nicht mit den anderen, sondern gegen sie auf die eigenen Ziele hinarbeiten.

Pressestimmen

Auf Platz 10 der Bestenliste des SWR im Juli 2003.

»Jürgen Theobaldy, einer der besten deutschsprachigen Lyriker. Die `Trilogie der nächsten Ziele` verdankt seine Intensität der sprachlichen Sorgfalt Theobaldys, die in ihren besten Momenten einen Sog des Kargen vermittelt, wie man ihn, vor anderem Hintergrund, von J.M. Coetzee kennen kann. Genre-Bücher, die so gut geschrieben sind, dass sie nicht mehr als solche gelesen werden, sind selten in der deutschsprachigen Literatur. Hier ist eines.«
Süddeutsche Zeitung 10. November 2003

Lesen Sie hier einen Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf faz.net

»Der Roman ... ist ein kleines Kunstwerk. Lustvoll führt Theobaldy den Leser immer wieder auf neue Spuren und Irrwege. Selten entlässt er den Leser aus dem Labyrinth der offensichtlichen und verwischten Spuren und entschlüsslet die gelegentlich kafkaeske Welt. ... Fazit: ein kunstvoller Roman, literarische Raffinesse pur.«
Gabriela Schaaf, Deutsche Welle Buchtipp

»Hier ist ein nuancierter Erzähler am Werk, der sich ganz in die Innenwelt seiner Figuren vertieft und den Rätselcharakter seiner Geschichte erhöht, je weiter das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven aufgefächert wird.«
Michael Braun, Basler Zeitung

»Ein Exerzierspiel mit wechselnden Erzählperspektiven, das den Leser, nachdem er die anfägliche Hemmschwelle überwunden hat, in seinen Sog hineinzieht und sich am Ende spannend wie ein Mafia-Thriller oder Spionageroman liest, ohne die falsche Befriedung eines Happy Ends, das die Konflikte löst und alle vom Text aufgeworfenen Fragen beantwortet.«
Hans Christoph Buch, Die Welt

»Mit ›Trilogie der nächsten Ziele‹ legt Theobaldy einkleines Glanzstück vor. Denn alles an dem dreiteiligen Roman ist difus - erzählt in einer glasklaren, bis in alle Winkel durchkomponierten Sprache.«
Sibylle Birrer, Neue Zürcher Zeitung