Die Offizierskammer//Roman

Marc Dugain
Die Offizierskammer

Roman

Hardcover mit Schutzumschlag, 138 Seiten
Format: 13.5 x 21 cm
Erscheinungstermin: September 2000
ISBN 9783933156501
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Inhalt

In den frühen Tagen des ersten Weltkriegs, noch bevor die Front wirklich eröffnet ist, wird der junge Offizier Adrien Fournier bei einem Aufklärungsritt von der Explosion einer Granate erfaßt, sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Es folgen fünf Jahre im Pariser Hospital Val-de-Grâce, in einem Zimmer mit zwei anderen, deren Gesichter ebenfalls verstümmelt sind. Was für Hoffnungen darf sich ein junger Mann noch machen, der mit dem Gesicht auch seine Identität verliert? Marc Dugain schildert das bedrückende Vegetieren in der engen Offizierskammer des Hospitals, die entstehende Freundschaft unter den Leidensgenossen, ihre Hoffnung auf neue chirurgische Techniken und ihre Verzweiflung über das unwiederbringlich verlorene Antlitz, die angewiderten und dennoch ehrfürchtigen Reaktionen der Landsleute, als die Verstümmelten sich ein erstes Mal wieder auf die Pariser Boulevards wagen... Die fast altertümlich anmutende Sprache Dugains, die dem Leiden wie dem Willen zum menschenwürdigen Leben ohne aufgesetztes Pathos Ausdruck verleiht, hat Die Offizierskammer in Frankreich zur »literarischen Entdeckung des Jahres« gemacht.

Pressestimmen

»Ein superbes Kleinod«, »eine packende atmosphärische Dichte«.
Dresdner Neueste Nachrichten

»Dugains Erzählung, die in Frankreich gerade mit dem Prix Roger Nimier ausgezeichnet worden ist, ruft zurück, was Krieg bedeutet, indem sie ihm ein individuelles Gesicht gibt.«
Der Tagesspiegel (Weltspiegel)

»Dieser (Anti-)Kriegsroman aus dem Hinterland bewegt durch die sachliche, nüchterne Erzählweise.«
Toaster, Monatszeitung für junges Blut

»Der Roman (...) läßt den deutschen Leser Gedanken und Gefühle, die mit dem Ersten Weltkrieg verbunden sind, aus ungewohnter Perspektive erleben - aus dem Blickwinkel eines jungen Franzosen. Es ist aber eigentlich kein Buch über Krieg oder Frieden, über Frankreich oder Deutschland. Es ist eine Geschichte über die Lebenswichtigkeit des menschlichen Antlitzes. Denn schließlich ist es das Gesicht, das dem Menschen seine Einzigartigkeit, seine Identität gibt. (...) Autor Marc Dugain und seiner Übersetzerin Marianne Schönbach ist es gelungen, dem schweren Stoff eine erstaunliche Leichtigkeit zu verleihen. (...) Ein bemerkenswerter Roman.«
BR, Lesezeichen 25. Juni 2000

»Mit einer angesichts der Thematik bewundernswerten Leichtigkeit (geschrieben), nüchtern, zurückhaltend, aber menschlich sehr ergreifend. Empfehlenswert.«
ekz-Informationsdienst September 2000

»Auch dieses kleine Meisterstück psychologischer Differenziertheit hat viele Leser verdient.« Der Spiegel 51/2000

»Der Leser bekommt nicht das Gefühl, er müsse Mitleid haben, denn Dugain erzählt die Geschichte seines Großvaters mit hintergründigem Galgenhumor und scheinbarer Heiterkeit.«
Südkurier, 6. Oktober 2000


»Der kleine Roman (...) von Marc Dugain ist ein großes Buch. Es ist deshalb ein großes Buch, weil es uns mit wenig literarischen Mitteln viel zu sagen hat.«
Frankfurter Rundschau, 24. August 2000

»'Die Offizierskammer ist ein Roman von seltener Unaufgeregtheit. Ohne erkennbare Anstrengung, zurückhaltend, in einem nüchternen Stil, der niemals kalt wirkt. So entsteht die Innenansicht eines Versehrten. Sie ist auch das Portrait einer Epoche.«
Süddeutsche Zeitung