Wilde Nelken//Gedichte

Jürgen Theobaldy
Wilde Nelken

Gedichte

Paperback, 110 Seiten
Format: 12.2 x 19 cm
Erscheinungstermin: September 2005
ISBN 9783933156846
Lieferzeit: 2-3 Tage

16,00 € inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand
Lieferzeit & Versandkosten


Inhalt

Nach Mitternacht zurück

Wer nur wieder hat sie
brennen lassen, die Lampe
auf dem Estrich?

Ach was, der Glanz
des Mondes ist es
auf dem Ziegeldach


Im Zug

Wiesen, Grünes überhaupt,
die Teiche und Bäche glatt, Gehöfte.
Will ich es aufschreiben,
wird Frankreich endlos.

Pressestimmen

»Dass die Gedichte so unaufgeregt daherkommen, so wunderbar leicht und kunstvoll, ist auch das, was sie auszeichnet – und bleibt Teil ihres Geheimnisses.«
Neue Zürcher Zeitung

»Diese Gedichte riskieren viel in ihrem Minimalismus der Mittel. Denn gerade poetische Miniaturen wie das Haiku stürzen ja oft ab in Kurzatmigkeit und schiere Simplizität. Aber Theobaldy hat viel gelernt von den Virtuosen des Haiku und des Senryu. Seine kleinen Meditationen der Selbstvergewisserung komponiert er in Wilde Nelken zu einem lyrischen Stundenbuch der Jahreszeiten und Liebeserklärungen.«
Michael Braun, Badische Zeitung

»Seine ›Affären‹ wirken – im positiven Sinn – undurchdacht, wie hastig während einer Zugfahrt auf einen Zettel hingekritzelt. Gebündelte Gedanken. Über alltägliche Kleinigkeiten, über den Metzger unten an der Strasse, die Anemonen im Garten oder den Blick der Geliebten.«
Berner Zeitung

»Selten sind in der zeitgenössischen Dichtung so lebenszugewandte, so daseinsverliebte und so unzergrübelte Gedichte geschrieben worden.«
Lyrikwelt.de

»Jürgen Theobaldys Buch Wilde Nelken (2005) besticht durch feine, mit ironischem Faden durchwirkte Gedichte.«
Theo Breuer, Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000, Edition YE, 2005

»Seit über 30 Jahren veröffentlicht Jürgen Theobaldy, 62, Gedichte, stets sucht er neue Wege. Wilde Nelken liest sich wie eine Rückbesinnung auf den Alltag||| andererseits lässt Theobaldy – wie nebenbei – ein Jahr vorübergleiten. Knappe Gedichte, die Wörter auf ein Minimum beschränkt, fängt der Lyriker (Welt-)Momente ein«
Aargauer Zeitung