Bin ich ein Mörder?//Das Testament eines jüdischen Ghetto-Polizisten

Calel Perechodnik
Bin ich ein Mörder?

Das Testament eines jüdischen Ghetto-Polizisten

Neuausgabe
Paperback, 304 Seiten
 

ePub 16,99 €
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Format: 12.5 x 20.5 cm
Erscheinungstermin: März 2015
ISBN 9783866745100

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Inhalt

Versteckt in einer Warschauer Ladenwohnung schrieb Perechodnik von Mai bis August 1943 dieses Tagebuch. Es ist zugleich die Lebensbeichte, das Schuldbekenntnis und der Zeugenbericht eines jüdischen Ghettopolizisten aus Otwock, der aus Leichtgläubigkeit und Naivität seine Frau und seine zweijährige Tochter in den Tod führte. Perechodnik schenkte blind den Versprechen der Deutschen Glauben, daß Polizisten und deren Familien von den Aussiedlungsaktionen in Arbeitslager und KZs ausgenommen wären. Es gab für ihn keinen Grund, weshalb sich seine Familie nicht auf dem Versammlungsplatz für den Abtransport zusammen mit allen anderen nichtprivilegierten Juden hätte einfinden sollen. Perechodnik holte seine Frau und seine Tochter aus deren Versteck auf den Platz, wo sie wie alle anderen achttausend Juden in die Gaskammern von Treblinka deportiert wurden. "Bin ich ein Mörder?" - diese Frage martert das Gewissen eines Opfers, das selbst zum Mittäter geworden ist, eines Getäuschten, der an seiner eigenen Leichtgläubigkeit verzweifelt.
»Eines der ungewöhnlichsten Dokumente über den Holocaust.« (Die Zeit)

Pressestimmen


»Eines der ungewöhnlichsten Dokumente über den Holocaust.« (Die Zeit)

»Es übertrifft an Authentizität und Eindringlichkeit alles, was in jüngster Zeit über den Holocaust veröffentlicht wurde.« (Hessischer Rundfunk)

»Seine erschütternden Aufzeichnungen sind nicht nur Anklageschrift gegen die deutschen Besatzer, sondern ebenso Gewissenserforschung, Beschreibung seines furchtbaren Dilemmas, in dem er sich als Ghetto-Polizist befand, und eine Liebeserklärung an seine ermordete Familie. (...) Empfohlen für historisch Interessierte.«
ekz-Bibliotheksservice, 8. Juni 2015