Scham//Vom Paradies zum Dschungelcamp

Andrea Köhler
Scham

Vom Paradies zum Dschungelcamp

Herausgeber: Hamilton, Anne;
Hardcover, 152 Seiten
 

12,99 €
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» Libreka

Format: 11.5 x 18.5 cm
Erscheinungstermin: März 2017
ISBN 9783866745513

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Inhalt

Scham gehört zum Menschen wie die Geschlechtlichkeit und das Bewusstsein – davon erzählt schon die Geschichte vom Sündenfall. Kaum eine Empfindung besitzt mehr Macht im Alltag und kaum eine ist heutzutage tabuisierter als sie. Obwohl sie scheinbar zuerst auf das Sexuelle zielt, trifft sie uns ganz, Körper und Seele zugleich. Beschämung wird als Machtinstrument gnadenlos instrumentalisiert. Doch als Mechanismus, der die empfindlichsten Anteile der Persönlichkeit schützt, ist das Schamgefühl nicht nur ein moralischer Kompass, sondern auch eine Schildwache der Integrität – obgleich sein Stern im heutigen Selbstdarstellungsrummel zu sinken scheint.

Andrea Köhlers Essay geht den ambivalenten Spuren, welche die Scham im Alltag, in der Politik, der Kindererziehung, der Literatur, der Kunst und in den sozialen Medien hinterlässt, nach und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie prägend die Macht dieses vermeintlich altmodischen Affekts für unser persönliches und gesellschaftliches Leben bleibt.

Pressestimmen

»Voller guter Beobachtungen und kluger Gedanken.«
Tobias Becker in: Literatur SPIEGEL, 5. Mai 2017

»Das brillante kleine Buch ›Scham‹ von Andrea Köhler, Kulturkorrespondentin der NZZ in New York, liest sich kapitelweise (ebenfalls) wie ein Kommentar zu Trumps avant la lettre.«
Manfred Papst in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 10. Juni 2017

»
Köhlers ebenso dicht wie elegant geschriebener 150-Seiten-Essay ist ein lesenswerter Widerspruch zur These von der in der Gegenwart gesunkenen Bedeutung des Schamgefühls.«
Oliver Pfohlmann in: Neue Zürcher Zeitung, 23. August 2017

»Obgleich die Autorin über die grundlegende Beschaffenheit von Scham nicht zu neuen Ergebnissen kommt, liegt die Stärke ihres vorgelegten Texts stattdessen in der von ihr abgedeckten Bandbreite: Sie führt unter anderem Beispiele aus Kunst, Philosophie, Soziologie, Politik, Pädagogik und Kriminologie an. Vom Dschungelcamp ist darin – glücklicherweise – nur am Rand die Rede. Dafür sind in die Texte kürzere Alltagsintermezzi eingestreut, bestehend aus allseits bekannten und doch schnell vergessenen Situationen, in denen Scham auftritt, entsteht und stets eben auch zugefügt wird. Damit ruft Köhler implizit den eingangs erwähnten Bezug der Scham zur Person, die hier der Leser ist, permanent in Erinnerung.«
Tanja Angela Kunz in: literaturkritik.de, 14. November 2017

»Eine sehr inspirierende Lektüre!«
Elisabteh Vanderheiden in: socialnet.de, 6. Dezember 2017
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